Wassersport im Bodden  
 
FAQ

Vögel

Alpenstrandläufer Bekassine Bergente Blässhuhn
Blässgans Brandgans Brandseeschwalbe Eisente
Dunkler Wasserläufer Flussseeschwalbe Gänsesäger Goldregenpfeifer
Graugans Graureiher Grünschenkel Höckerschwan
Kampfläufer Kanadagans Kiebitz Kiebitzregenpfeifer
Kormoran Krickente Lachmöwe Löffelente
Mittelsäger Pfeifente Raubseeschwalbe Reiherente
Ringelgans Rotschenkel Saatgans Sandregenpfeifer
Schnatterente Schellente Spießente Seeadler
Silbermöwe Singschwan Stockente Sturmmöwe
Tafelente Uferschnepfe Zwergseeschwalbe
Alpenstrandläufer (Calidris alpina)
  Er ist ein starengroßer Watvogel mit kurzen, schwarzen Beinen und einem kurzen Schnabel. Das Prachtkleid ist bunt rostbraun und die Oberseite dabei schwarz gescheckt, am Bauch befindet sich ein schwarzes Schild. Im Schlichtkleid ist das Gefieder bräunlich grau mit weißem Bauch.
Der Bestand des Alpenstrandläufers ist stark abnehmend, nur noch wenige Paare brüten auf feuchten Wiesen.
Bekassine (Gallinago gallinago)
Bekassine
Foto: Abraham
Die Bekassine ist tarnfarbig braun gemustert, mit hellen Längsstreifen auf der Oberseite. Der Schnabel ist extrem lang, außerdem sind am Kopf markante, schwarze Kopfstreifen.
Sie brütet in Feuchtgebieten an der Küste.
Bergente (Aythya marila)
Bergente
Foto: Jörg Schmiedel
Das Männchen hat einen grauen Körper mit schwarzem Vorder- und Hinterende, das Weibchen ist braun mit einem weißen Ring am Schnabelgrund.
Die Bergente ist ein Wintergast an flachen Küstengewässern mit Trupps aus vielen Tausend Vögeln.
Man sieht sie am Palmer Ort.
Blässhuhn (Fulica atra)
Blaesshuhn
Foto: Ute Nitz
Das Blässhuhn verfügt über ein schwarzes Gefieder, das am Kopf etwas dunkler ist als am Rumpf; einen weißen, relativ spitzen Schnabel und einen weißen Schild auf der Stirn. Dieser Blesse verdankt der Vogel seinen Namen. Er erreicht eine Länge von rund 38 cm. Ferner hat das Blässhuhn rote Augen.
Blässhühner sind gute Schwimmer und Taucher. Das Tauchen wird jeweils durch einen charakteristischen Kopfsprung eingeleitet.
Es bevorzugt Gewässer mit vielen Wasserpflanzen und einem Schilfgürtel und ernährt sich von Pflanzenteilen (Wasserpflanzen und Algen tauchend, Gräser an Land etc.) und Kleintieren (Insekten, Muscheln etc.).
Blässgans (Anser albitrons)
Blaessgans Die Blässgans ist eine graue Gans mit breitem, weißem Stirnband, am Bauch schwarz gefleckt. Die Beine sind orange, der Schnabel rosa.
Aus der Entfernung klingen ihre Rufe wie das Kläffen kleiner Hunde.


Brandgans (Tadorna tadorna)

Die Brandgans hat rote Beine und einen roten Schnabel, einen schwarzen Kopf, der Rest ist schwarz-braun-weiß gemustert. Die etwa zehn Eier werden oft in eine Höhle gelegt (z.B. in einen Kaninchenbau) und allein vom Weibchen ausgebrütet. Nach dem Schlüpfen der Küken bilden sich „Kindergärten“, oft mit bis zu 50 Tieren.

Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensis)

Die Brandseeschwalbe ist eine große, helle Art, mit schlanken, im Flug oft stark gewinkelten Flügeln. Der Schwanz ist kurz und gegabelt, der Schnabel dagegen lang, schwarz und mit gelblicher Spitze. Die Beine sind schwarz, ebenfalls die Kopfhaube mit einem angedeuteten Schopf.
Die Männchen bringen den Weibchen Fisch als Verlobungsgeschenk.

Eisente (Clangula hyemalis)

Das männliche Prachtkleid der Eisente ist überwiegend weiß mit schwarzem Brustband, Flügeln und Wangenfleck. Die Schwanzfedern sind stark verlängert und hoch aufragend. Das Weibchen ist dagegen unscheinbar bräunlich mit weißen Partien an Kopf und Flanken.
Leider ertrinkt die Eisente oft in den Stellnetzen der Fischer.
Im Frühjahr sieht man tausende Eisenten im Greifswalder Bodden, wo sie viel Heringslaich essen.

Flussseeschwalbe (Sterna hirundo)

Die Flussseeschwalbe ist möwenähnlich, nur kleiner. Sie hat einen gegabelten Schwanz, rote Beine und einen roten, spitzen Schnabel mit schwarzer Spitze. Das Gefieder ist oberseits grau, unterseits weiß und auf dem Kopf thront eine schwarze Kappe.
Sie erbeutet stoßtauchend kleine Fische.

Gänsesäger (Mergus merganser)

Das Männchen hat im Prachtkleid einen schwarzgrünen Kopf, die Flanken und die Unterseite sind weiß mit einer leichten lachsroten Färbung. Die Weibchen haben eine weiße Kehle und Brust, die sich scharf gegen den braunen Kopf absetzen. Die Beute wird auf dem Wasser erspäht und dann schwimmend verfolgt.
Der Gänsesäger ist ein geselliger Vogel und brütet an Seen und Flüssen mit baumbestandenen Ufern. Hier ist er erst seit Mitte der Siebziger Jahre ein Brutvogel, auf Zudar befindet sich der größte Brutplatz.

Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)

Der Goldregenpfeifer ist rundlich und etwas untersetzt mit relativ kurzen Beinen und kurzem Schnabel. Die Oberseite ist goldgelb gesprenkelt (→ Name); im Prachtkleid sind das Gesicht, Brust und Bauch mehr oder weniger schwarz, die Flanken weißlich. Im Schlichtkleid ist die Unterseite bräunlichgelb mit dunklerer Fleckung.
Die Goldregenpfeifer sind gesellige Vögel, man sieht sie oft mit Kiebitzen zusammen.

Graugans (Anser anger)

Die Graugans wirkt am Boden und im Flug etwas schwerfällig, der Kopf ist relativ groß und der Hals ziemlich dick. Sie kann am Bauch schwarze Flecken haben, die Vorderflügel sind auffällig hellgrau, die Beine rosa und der Schnabel orange. Die Graugans brütet im Röhricht größerer, freier Gewässer, die von Wiesen und Weiden umgeben sind; sie ist regelmäßig auf Rügen anzuteffen.

Graureiher (Ardea cinerea)

Der Graureiher wird umgangssprachlich auch Fischreiher genannt. Er erreicht eine Körperlänge von 90 bis 98 Zentimeter und wiegt zwischen 1 und 2 kg. Das Gefieder auf Stirn und Oberkopf ist weiß, am Hals grauweiß und auf dem Rücken aschgrau mit weißen Bändern. Die Schwingen sind schwarz und er hat ebenfalls schwarze Augenstreifen sowie drei lange schwarze Schopffedern.
Er fliegt mit langsamen Flügelschlägen und bis auf die Schultern zurückgezogenem Kopf, mit s-förmig gekrümmtem Hals. Während des Fluges ist regelmäßig ein lautes, raues chräik zu hören. Der Graureiher erreicht eine Flügelspannweite von ca. 1,70 Meter. Sie benötigen eine Nähe zu Gewässern mit Flachwasserzonen, verhältnismäßig große Beute und vier bis fünf Monate, in denen die Gewässer nicht zufrieren. Entsprechend findet man sie an Seeufern, Flüssen, Überschwemmungszonen, Schilfgürtel, Sümpfen, Teichen und Stränden.
Ruhig stakst der Graureiher mit gesenktem Kopf und gekrümmtem Hals langbeinig durch das seichte Wasser. Er sticht blitzschnell nach kleineren Fischen, Fröschen, Molchen, Schlangen und Wasserinsekten. Er frisst auch Wasserratten, die er – wie auch die anderen Nahrungstiere – im Ganzen verschlingt. Auf Wiesen wartet er stocksteif stehend auf Feldmäuse und verzehrt gelegentlich auch Eier und Jungvögel.

Grünschenkel (Tringa nebularia)

Der Grünschenkel ist der größte und kräftigste Wasserläufer, hat grünliche Beine und eine weißlich gestrichelte Brust. Im Prachtkleid ist das Gefieder oberseits grau und schwärzlich gemustert, im Schlichtkleid ist es grau.

Höckerschwan (Cygnus olor)

Der Höckerschwan ist eine Vogelart, die innerhalb der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Schwäne (Cygnus) und zur Unterfamilie der Gänse (Anserinae) gehört. Der Höckerschwan ist damit in Mitteleuropa der größte heimische Wasservogel und gehört zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit.
Die erwachsenen Vögel besitzen ein einheitlich weißes Gefieder und einen orange-rot gefärbten Schnabel mit schwarzer Wurzel.
Der Höckerschwan verzehrt vor allem Wasserpflanzen und darin befindliche Kleintiere (Muscheln, Schnecken, Wasserasseln), die er mit seinem langen Hals unter Wasser durch Gründeln erreicht (in Tiefen von 70 bis 90 Zentimetern). An Land frisst er auch Gras und Getreidepflanzen.
Höckerschwäne binden sich auf Lebenszeit. Sie pflanzen sich erstmals im dritten oder vierten Lebensjahr fort. Insbesondere in der Brutzeit, die im März beginnt, sind die männlichen Höckerschwäne sehr aggressiv und verteidigen ihr Territorium nachdrücklich auch gegen näher kommende Menschen und stoßen dabei Fauchlaute aus. Sie sind durchaus in der Lage, durch gezielte Schläge mit dem Schwingenbug auch menschliche Armknochen zu brechen. Das Nest wird von beiden Elternvögeln nahe dem Wasser, auf kleinen Inseln oder im seichten Wasser im Verlauf von etwa zehn Tagen gebaut. Es ist ein großer Bau und besteht aus Reisern und Schilf.

Kampfläufer (Philomachus pugnax)

Die Gestalt des Kampfläufers ähnelt der eines Wasserläufers, sie ist nur plumper und der Kopf relativ klein. Das Männchen ist größer als das Weibchen, im Prachtkleid hat es eine bunte Halskrause. Das Weibchen ist dann oben bräunlich und unterseits weißlich mit schwärzlichen Flecken; beide Schlichtkleider sind bräunlich grau. Die Männchen führen auf Balzarenen Schaukämpfe durch.

Kanadagans (Branta canadensis)

Die Kanadagans ist recht groß, hat einen langen, schwarzen Hals, wo nur die Wangen weiß sind. Der Körper ist weitgehend graubraun.
Sie brütet im Binnenland an Gewässern mit umgebendem Gras- oder Ackerland.
Sie wurde aus Nordamerika „eingebürgert“, auf Rügen ist sie seit 1957 heimisch. Eindrucksvolle Anflüge können von Westrügen aus beobachtet werden, z.B. Seehof.

Kiebitz (Vanellus vanellus)

Der Kiebitz ist ein großer schwarzweißer Watvogel mit einer typischen Federholle am Kopf. Die Flügel sind auffallend breit mit runder Spitze.
Er brütet häufig auf Wiesen.
Die Männchen führen über den Brutrevieren gaukelnde Balzflüge durch.

Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola)

Er ist der größte Regenpfeifer. Im Prachtkleid ist die Oberseite schwarz und weißlich gemustert, der Oberkopf und die Brustseiten sind weiß, das Gesicht, die Unterseite und die Flanken sind schwarz. Im Schlichtkleid ist die Brust grau gestrichelt und der Bauch weiß. Auffällig ist der schwarze Achselfleck.
Der Kiebitzregenpfeifer ist an offene Schlammflächen gebunden.

Kormoran (Phalacrocorax carbo)

Der Kormoran ist ein unverwechselbarer, großer, dunkler, langhalsiger Vogel mit einem kräftigen Hakenschnabel. Im Prachtkleid ist er am Kopf und Beinansatz weiß.
Beim Schwimmen hält er den Schnabel schräg aufwärts gerichtet. Man sieht ihn oft mit zum Trocknen ausgebreiteten Flügeln dasitzen.
Die Kolonien befinden sich hauptsächlich auf Bäumen. Man sieht ihn aber auch ganzjährig an der Küste und auf dem Meer.

Krickente (Anas crecca)

Mit 300 g und 37 cm Länge ist die Krickente die kleinste heimische Entenart. Sie hat einen tief dunkelbraunen Kopf mit einem bogenförmigen, grünen Kopfseitenband. Sie brütet an Süßwasserteichen mit dichtem Uferbewuchs. Von Mitte April an treffen die Enten an den Brutplätzen ein. Die Krickente ist ein Allesfresser, die Nahrung variiert je nach Angebot. Sie ist ein geschickter und schneller Flieger  können fast senkrecht und ohne Anlauf vom Wasser aus auffliegen. Die Krickente ist recht selten geworden, in Deutschland ist sie auf der Roten Liste zu finden.

Lachmöwe (Larus ridibundus)

Die Lachmöwe ist die kleinste regelmäßig in Mitteleuropa brütende Möwe. Im Prachtkleid ist der Kopf dunkel schwarzbraun, die Augen sind schmal weiß gerandet. Der Rücken, die oberen und unteren Flügeldecken sind hellgrau, der übrige Rumpf und der Schwanz sind weiß. Der Schnabel und die Beine sind rot, die Iris ist dunkelbraun.
Im Schlichtkleid sind nur die Augenregion und der Ohrbereich diffus schwärzlich gefärbt, der rote Schnabel hat eine schwärzliche Spitze.
Nahrung wird aus dem niedrigen Suchflug über dem Wasser oder dem Boden, im Rüttelflug oder im Sturzflug aufgenommen, häufig aber auch gehend. Außerdem wird Beute im Seichtwasser oder auf schlammigen Böden durch Trampeln aufgescheucht. Das Nahrungsspektrum der Lachmöwe ist entsprechend sehr breit und umfasst sowohl pflanzliche als auch tierische Anteile, wobei letztere meist überwiegen.
Die Nester werden überwiegend am oder schwimmend auf dem Wasser in dichter, aber nicht zu hoher Vegetation angelegt, häufig aber auch auf ungewöhnlichen Strukturen wie Baumstubben, Hausdächern, Bretterflößen und ähnlichem. Das Nest ist manchmal nur eine von wenigen Grashalmen begrenzte Mulde im Sand oder Torf, meist aber eine 20-50 cm breite Struktur aus groben, etwa 30-50 cm langen Pflanzenhalmen. Überwiegend wird Mitte bis Ende Mai gebrütet.

Löffelente (Anas clypeata)

Die Löffelente hat durch den ca. 7 cm langen „Löffelschnabel“ ein sehr kopflastiges Aussehen. Beim Flug kann man ein auffällig blaugraues Feld am Vorderflügel (Spiegel) erkennen.
Das Geschlecht erkennt man leicht an den Augen: die Iris ist beim Erpel gelb, beim Weibchen braun. Während der Brutzeit wiegt die Löffelente bis zu 1100 g, sonst nur 650 g. Sie brütet an sehr flachen, vegetationsreichen Gewässern (sie ist eine Gründelente), sowohl an Salzwasser als auch Süßwasserseen. Insgesamt ist sie eine seltene Art.

Mittelsäger (Mergus serrator)

Säger sind tauchende Entenvögel mit feinen Sägezähnen an den schlanken Schnäbeln, um glitschige Fische besser festhalten zu können.
Der männliche Mittelsäger hat einen dunkelgrünen Kopf mit zerzaustem Schopf, ein weißes Halsband und eine rostbraune Brust. Weibchen haben einen bräunlichen Kopf.
Er brütet unter Büschen an flachen Buchten.


Pfeifente (Anas penelope)

Die Pfeifente hat einen runden, rotbraunen Kopf mit gelber Stirnblässe, einen grauen Schnabel, das Gefieder ist am Rücken und der Seite grau und gewellt.
Fliegend kann man sie leicht an der weißen Brust, Bauch und Vorderflügelfeld erkennen (Weibchen hat zusätzliche innere weiße Armschwingen). Die Weibchen sind eher unscheinbar braun.
Die Pfeifente brütet hauptsächlich in Nordost-Europa, nur ausnahmsweise an unseren Küsten, dort ist sie im Winterhalbjahr aber in großen Trupps auf überschwemmten Wiesen und im Watt zu finden.
Ihr Verhalten ähnelt dem von Gänsen, die grast gern an Land Pflanzen ab.

Raubseeschwalbe (Sterna caspia)

Sie ist die größte Seeschwalbe, fast so groß wie eine Silbermöwe. Sie besitzt einen großen roten Schnabel und eine schwarze Kopfhaube, die Beine sind ebenfalls schwarz, die Flügel grau und der Rumpf weiß.
Die Flugweise der Raubseeschwalbe ist möwenartig rudernd, sie stürzt sich auch aus bis zu 40m Höhe ins Wasser und taucht dabei bis zu 1,5m tief nach Beute.

Reiherente (Aythya fuligula)

Bei der Reiherente fallen vor allem der verhältnismäßig kurze Schnabel und der runde Kopf mit den gelb leuchtenden Augen auf. Die Handschwingen sind grau, allerdings weisen alle Federn eine schwarze Spitze auf. Bis auf die Federbasis und die Spitzen sind die Außenfahnen der inneren Handschwingen weiß, so dass im Flug ein weißes Flügelband erkennbar ist. Weibchen, die zum Brüten eine bessere Tarnung benötigen, haben bräunlichere Flanken.
Die Reiherente baut ihre Nester häufig auf Schilf. Sie bevorzugt Inseln, errichtet Nester aber auch im Moorgras. Nicht selten brüten Reiherenten auch in Kolonien von Möwen und Seeschwalben, was dann eine Tarnung des Nests aufgrund der lauten und aggressiven Nachbarn überflüssig macht.
Die Reiherente ernährt sich von Muscheln, Schnecken, anderen Kleintieren, Insekten und auch von Pflanzen. Bei der Nahrungssuche taucht sie bis zu zwei Meter tief.

Ringelgans (Branta bernicla)

Die Ringelgans ist auffallend schwarzweiß gemustert und für Gänse recht klein. Der Kopf, Hals und Bauch sind schwarz, an den Flügelspitzen und am Schwanz befinden sich weiße Zeichnungen.
Sie ernährte sich früher fast nur von Seegras, stellte aber auf andere Pflanzen um, als das Seegras durch menschliche Einflüsse seltener wurde.

Rotschenkel (Tringa totanus)

Der Rotschenkel ist ein mittelgroßer Watvogel, hat ein graubraunes, hell und dunkel gesprenkeltes Gefieder. Im Schlichtkleid ist er allerdings recht einfarbig grau. Seine langen Beine und sein Schnabel sind rot.
Er ist ein typischer Brutvogel in Feuchtwiesen. Rotschenkel nisten in mit Gras bestandenen Bereichen, dabei werden umstehende Grashalme als Dach über das Nest gezogen.

Saatgans (Anser fabalis)

Sie ist so groß wie eine Graugans, an Kopf, Hals und Vorderflügel aber wesentlich dunkler. Die Beine sind orange, der Schnabel gelborange, wobei das Aussehen regional recht unterschiedlich sein kann. Saatgänse leben oft in aufgelockerten Nadelwäldern, schlafen aber gern auf offenem Wasser. Im Winter sind sie auf ausgedehnten Wiesen und Weiden zu finden, fressen gerne auf Kleefeldern. Saatgänse führen eine Dauerehe, bleiben also ihrem Partner treu. Auf Rügen erscheinen sie als Durchzügler.

Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula) Er ist ein kleiner, rundlicher, kurzbeiniger Regenpfeifer. Er rollt wie auf Rädern über den Strand, bleibt ruckartig stehen, um mit seinem kurzen, gelben Schnabel Nahrung aufzupicken.
Der Sandregenpfeifer hat eine schwarzweiße Kopfzeichnung, ein schwarzes Brustband und gelborange Beine.
Er brütet häufig an Sandstränden, aber auch an flachen, teilweise auch an bewachsenen Ufern. Die Tarnung des Geleges und der Jungen ist so perfekt, dass sie leicht übersehen und zertreten werden können. Die Jungen drücken sich zudem noch bei Gefahr auf den Boden.
Um Feinde abzulenken, stellen sich Altvögel flügellahm und locken diese vom Nest weg, um dann aufzufliegen.

Schnatterente (Anas strepera)

Die Männchen sind dunkelgrau mit hellerem bräunlichem Kopf, der Schnabel ist dunkel, das Hinterende schwarz, die Brust gebändert. Schnatterenten besiedeln große Teile der Nordhalbkugel, sind sehr verbreitet in Nordeuropa, aber selten. Sie brüten vorwiegend auf flachen, stark bewachsenen Binnengewässern, meiden Salzwasser, das Gelege muss trocken liegen. Unter Artgenossen sind sie sehr gesellig, schließen sich anderen Arten aber eher nicht an. Sie sind sehr scheu. Schnatterenten sind gründelnde Enten, die Nahrung ist hauptsächlich pflanzlich. Im Allgemeinen sind sie Zugvögel und überwintern im Mittelmeerraum und in Afrika.

Schellente (Bucephala clangula)

Die Männchen haben ein prächtiges schwarz-weißes Federkleid, sind bis 50 cm lang und 1000 g schwer, die Weibchen bis 42 cm und zwischen 600 und 700 g schwer.
Die Weibchen haben einen dunkelbraunen Kopf, einen weißen Halsring, insgesamt ist ihr Gefieder mehr grau und weiß. Die Erpel haben einen auffälligen weißen Fleck zwischen Auge und dem Schnabel. Je nach Lichteinfall haben sie einen grünen oder purpurnen Glanz am Hals- und Kopfgefieder.
Die Schellente ist in der gesamten nördlichen Hemisphäre zu finden. Sie hält sich gern an Seen, Teichen, langsam fließenden Flüssen und bewaldeten Ufern auf.
Der Großteil überwintert in westlicher Ostsee in geschützten Buchten und Süßgewässern.
Die Schellente kann senkrecht bis zu 8 Meter in die Tiefe tauchen und ernährt sich hauptsächlich von Krebsen, Wasserinsekten und anderen tierischen Lebewesen.

Seeadler (Haliaeetus albicilla)

Die Seeadler gehören zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Im Sitzen sind Seeadler selbst auf große Entfernung meist durch ihre Größe, ihre kräftige Statur und den großen gelben Schnabel erkennbar. Das Gefieder ist überwiegend braun, Kopf, Hals, obere Brust und oberer Rücken sind gelblich ockerfarben aufgehellt. Der im Alter weiße Schwanz ist kurz und keilförmig.
Der Seeadler ernährt sich während der Brutzeit vor allem von Fischen und Wasservögeln, auch häufig von Aas. Im Winterhalbjahr steigt der Anteil der Wasservögel beträchtlich an und auch Aas wird bedeutender.
Die Art wurde in Mittel- und Westeuropa durch menschliche Verfolgung und das Insektizid DDT fast ausgerottet. Seit Mitte der 1980er Jahre nimmt der Bestand in weiten Teilen Europas jedoch wieder zu.
Auf Rügen gibt es 21 Brutpaare des Seeadlers.

Silbermöwe (Larus argentatus)

Die etwa bussardgroße Silbermöwe ist bei uns ein häufiger Brutvogel. Ursprünglich ist sie ein Küstenvogel, zunehmend trifft man sie aber auch im Binnenland an (Müllkippen als ergiebige Nahrungsquelle). Im Brutkleid ist sie weiß mit zart blaugrauem Mantel, hat einen gelben Schnabel mit einem roten Fleck. Die Silbermöwe kreist oft in großer Höhe, zieht manchmal in V-Formationen zu Nahrungs- und Schlafplätzen. Sie brütet am liebsten auf Dünen und Küstengrünland. Wenn das Erstgelege verloren geht, können bis zu zwei Nachgelege folgen (durchschnittlich 3 Eier).

Singschwan (Cygnus cygnus)

Der Singschwan ist kleiner als der Höckerschwan und hat einen weniger geschwungenen Hals. Der Schnabel ist gelb-schwarz und besitzt keinen Höcker. Im Gegensatz zum Höckerschwan ist beim Flug auch kein Pfeifgeräusch zu hören.

Spießente (Anas acuta)

Die Spießente ist kleiner als die Stockente und sehr selten. Sie hat einen langen Hals, von dem sich ein weißer Keil bis zur Brust zieht. Die Männchen haben lange Schwanzfedern und im Prachtkleid einen schokoladenbraunen Kopf. Die Weibchen haben hellbraune Flügel mit dunkelbraunen Flecken.
Die Spießente brütet in Sümpfen, verlandenden Seen und langsam fließenden Flüssen, im Winter ist sie häufig an der Küste anzutreffen.

Stockente (Anas platyrhynchos)

Die Stockente ist die größte heimische Schwimmente, ca. 1100 g schwer. Die Männchen sind unverkennbar mit ihrem flaschengrünen Kopf. Sie besitzen einen weißen Halsring, dunkelbraunen Kropf, die Unterseite ist weiß bis hellgrau, die Füße leuchtend orangerot, der Schnabel gelb. Die Weibchen haben einen braunen Schnabel, das Gefieder ist unscheinbar braun gefärbt.
Die Stockente ist mit Abstand die häufigste Entenart, sie ist überall anzutreffen, lässt sich oft füttern und wird zahm. Die ernährt sich überwiegend von Pflanzlichem, ist aber trotzdem ein Allesfresser (Schnecken, Würmer, Kaulquappen, Frösche), sie frisst schwimmend oder gründelnd.

Sturmmöwe (Larus canus)

Die Sturmmöwe erreicht eine Flügelspannweite von etwa 120 cm. Das Gefieder ist weiß und die Oberseite der Flügel grau gefärbt, die Flügelspitzen sind schwarzweiß, der Schnabel und die Beine grüngelb gefärbt.
Sturmmöwen können ein beträchtliches Alter erreichen. Das höchste durch Ringwiederfunde belegte Alter belief sich auf 33 Jahre und acht Monate.
Auf dem Speiseplan der Sturmmöwe stehen hauptsächlich Fische. Außerdem ernährt sie sich von Würmern, Insekten, Pflanzenteilen und Abfällen. Wie die Lachmöwe sucht sie auf Müllkippen, Grünflächen und Äckern nach Nahrung. Die Brutzeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Das Nest wird auf einem vegetationsarmen, trockenen Boden erbaut.

Tafelente (Aythya ferina)

Als typische Tauchente ist die Tafelente mittelgroß, hat einen kurzen Schwanz und kräftige Beine. Beim Schwimmen liegt sie, wie alle Tauchenten, tief im Wasser. Im Prachtgefieder besitzt das Männchen einen kastanienbraunen Kopf und Hals, eine schwarze Brust, einen hellgrau befiederten Rumpf und einen schwarz befiederten Steiß. Die schwarze Färbung des Schnabels wird von einer graublauen Querbinde unterbrochen. Die Iris ist dunkelrot gefärbt. Das Schlichtkleid ist dem Prachtkleid ähnlich, jedoch ist das schwarze Gefieder an Brust und Steiß durch ein leichtes Grau ersetzt.
An großen Gewässern bevorzugt die Tafelente Stillwasserbuchten, Flachwasserabschnitte und Lagunen mit einem breiten Schilfgürtel, wo sie das Nest am Wasser in der Ufervegetation errichtet. Ihre Nahrung sucht sich die Tafelente tauchend oder wie Schwimmenten gründelnd. Eine große Rolle spielen dabei am Boden der Gewässer lebende Muscheln und Ringelwürmer, aber auch Teile von Röhricht und Wasserpflanzen und Kleintiere wie Krebstiere, Insekten und kleine Fische. Die Tafelente konnte man früher auf den Teichen in Stralsund antreffen, man kann hier in der Gegend jedoch immer noch bis zu 20.000 Rastvögel beobachten.

Uferschnepfe (Limosa limosa)

Sie ist ein großer, hochbeiniger Watvogel, der an einen kleinen Storch erinnert. Im Prachtkleid ist das Gefieder stark rostbraun, im Schlichtkleid einheitlich grau.
Der gerade nicht auf einem Nest sitzende Partner steht meist auf einem Zaunpfahl und hält Wache. Leider ist durch die Trockenlegung von Wiesen der Fortbestand bedroht.

Uferschwalbe (Riparia riparia)

Sie ist die kleinste europäische Schwalbe. Die Oberseite ist erdbraun, über die weiße Unterseite verläuft ein braunes Brustband. Der Schwanz ist nur schwach gegabelt.
Der Flug ist mehr flatternd, weniger gleitend und der Gesang besteht aus einer schwätzenden Reihung von Rufen. Man trifft sie in offenem Gelände an, meist in Gewässernähe. Sie nistet in Kolonien, in selbstgebauten Röhren an Steilufern, Kies- oder Sandgruben.

Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus)

Er sieht wie ein großer Rotschenkel aus, hat allerdings einen längeren und an der Spitze leicht abgeknickten Schnabel. Im Prachtkleid ist das Gefieder rußschwarz mit kleinen weißen Sprenkeln und die Beine schwärzlich. Im Schlichtkleid ist er oben recht einfarbig grau und unten weißlich.
Häufig verlassen die Weibchen das nordskandinavische Brutgebiet eine Woche vor Schlüpfen der Küken, die Männchen brüten dann weiter und kommen bis zu einem Monat später nach.

Zwergseeschwalbe (Stema albifrons)

Die Zwergseeschwalbe ist an den gelben Beinen und dem gelben, spitzen Schnabel leicht erkennbar, die Stirn ist immer weiß und nicht nur im Jugendkleid, wie bei anderen Arten. Dazu kommt noch der schwarze Scheitel und eine schwarze Augenbinde (Zügel).
Sie brütet in kleineren, lockeren Kolonien, lieber auf Inseln als auf dem Festland, sie bevorzugt weitläufige Sand- oder Kiesstrände am Flachwasser. Hier ist sie von April bis August anzutreffen, den Winter verbringt sie an der westafrikanischen Küste.
Sie ernährt sich überwiegend von Fischen und Krebstieren.
Die Zwergseeschwalbe ist durch die Sandstrandnutzung des Menschen stark gefährdet.
Man kann sie z.B. beim Brüten auf Bessin beobachten.
  Ein Gemeinschaftsprojekt von WWF Deutschland, Landesanglerverband, Landeskanuverband, Landesruderverband, Landesseglerverband, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg Vorpommern.   Dieses Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).