Wassersport im Bodden  
 
FAQ

Fische

Europäischer Aal Barsch Flunder Plötz Hecht
Zander Hering Hornhecht

Europäischer Aal (Anguilla anguilla)

Der Europäische Aal ist eine Art der Flussaale, hat einen schlangenförmigen, langgestreckten, drehrunden Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet.
Die Färbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgrün schwanken, wohingegen die Unterseite von gelb (junger, sog. Gelbaal) bis weiß (erwachsener, sog. Blankaal) variieren kann.
Erwachsene Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, Männchen erreichen nur 60 cm Länge. Solche Größen werden aber extrem selten erreicht, und schon ein Weibchen von einem Meter Länge ist ausgesprochen groß.
Aale sind insbesondere in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Sie ernähren sich vorwiegend von Würmern, (Klein-)Krebsen, Insektenlarven etc., aber auch von Fischlaich und Fischen. Kleinfische werden aktiv im Mittelwasser und an der Wasseroberfläche gejagt. Dabei entpuppt sich der Aal als geschickter Jäger.
Der Europäische Aal kommt in unseren Gewässern in zwei Ernährungsvarianten vor: Variante 1 ist der Spitzkopfaal, mit schmalem Kopf und spitz zulaufender Schnauze, der sich vorwiegend von Krebsen etc. ernährt. Variante 2 ist der Breitkopfaal, mit breitem Kopf und breiter Schnauze, ein Fischjäger. Beide Formen existieren auch nebeneinander in den gleichen Gewässern.
Glasaale werden in großen Mengen vor den europäischen Küsten gefangen, um direkt verzehrt oder in Aquakulturen gemästet zu werden. In den letzten Jahren gingen die Fangzahlen dramatisch zurück (in den letzten 20 Jahren um 99%).
Der Europäische Flussaal ist vom Aussterben bedroht. Schätzungen gehen davon aus, dass es diesen Fisch in 20 bis 30 Jahren in europäischen Gewässern nicht mehr geben wird.

Barsch (Perca fluviatilis)

Typisch sind seine geteilte Rückenflosse (typisch für viele Barschartige), sowie die rötliche Färbung der Brust- und Bauchflossen. Der Körper weist oft ein schwaches Streifenmuster aus 6-8 senkrechten Streifen auf und ist grau-grün gefärbt.
Flussbarsche erreichen eine durchschnittliche Länge von 20 Zentimetern und werden selten schwerer als ein Kilogramm. Der Flussbarsch ist ein Süßwasserfisch, der in fast allen Binnengewässern in ganz Europa vorkommt. Einige Arten findet man aber auch in nicht zu salzartigen Küstengewässern.
Flussbarsche bevorzugen klare Bäche, Flüsse und Seen mit einer ausgeprägten Ufervegetation, in der sie sich verstecken können.
Mit zunehmendem Alter ernähren sich Flussbarsche zum Teil kannibalisch von kleineren Barschen. Der Flussbarsch gilt als räuberischer Schwarmfisch und jagt seine Beute in Rudeln. Auf seinem Speiseplan steht alles, was er bewältigen kann. Hierzu gehören überwiegend kleine Fische wie der Ukelei und der Plötze.

Flunder (Platichthys flesus)

Die Flunder ist ein Plattfisch. Die Flunder hat einen ovalen, asymmetrischen, seitlich stark abgeflachten Körper. Bei den meisten Flundern liegen die Augen auf der rechten Körperseite, bei einem Drittel der Exemplare allerdings auf der linken Seite. Flundern werden maximal 60 Zentimeter lang und erreichen ein Maximalgewicht von 2,5 kg. Die Flunder hat auf der Oberseite oft blasse, rötliche Flecken, ähnlich wie die Scholle.
Sie graben sich tagsüber oft oberflächlich in den Sand ein, nur die Augen schauen dann hervor. Nachts suchen sie nach Nahrung. Sie ernähren sich von Asseln, Flohkrebsen, Mollusken und Borstenwürmern.

Plötz (Rutilus rutilus)

Der Plötz, auch Rotauge oder Schwal genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische. Es erreicht eine Länge von 25 bis 45 Zentimetern, ein Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm und hat einen hochrückigen Körper mit grünlicher Ober- und weißer Bauchseite. Augen und Flossen sind rötlich.
Der Plötz wird oft mit einer verwandten Art, der Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), verwechselt, da sie sich sehr ähnlich sehen. Die Arten unterscheiden sich jedoch durch den Stand von Bauch- und Rückenflosse: Während sich beim Plötz beide Flossen auf gleicher Höhe befinden, ist die Bauchflosse der Rotfeder leicht vorgezogen. Noch leichter fällt die Unterscheidung anhand ihrer Mäuler: Die Rotfeder hat ein oberständiges und der Plötz ein endständiges Maul. Neben diesen Hinweisen wird zur Unterscheidung zudem herangezogen, dass der Plötz zwischen Bauch- und Afterflosse eine gerundete Bauchkante in Gegensatz zur gekielten Bauchkante der Rotfeder hat und die Augen (oft nur im Vergleich feststellbar) wirklich rot im Gegensatz zum Goldgelb der Rotfeder sind.
Plötzen halten sich meist in dicht mit Pflanzen bewachsenen ufernahen Bereichen ihrer Wohngewässer auf. Die Nahrung der Plötzen besteht einerseits aus verschiedenen Wasserpflanzen wie z.B. Wasserpest, Tausendblatt, Wasserlinsen und Armleuchteralgen und andererseits und hauptsächlich aus diversen Kleintieren wie Plankton, Würmer, Insektenlarven, Insekten, kleinen Schnecken und Muscheln.

Hecht (Esox lucius)

Der Hecht ist ein Raubfisch, hat einen lang gestreckten, walzenförmigen und seitlich nur mäßig abgeflachten Körper. Der relativ lange Kopf hat ein entenschnabelähnliches, oberständiges Maul. Die Rücken- und Afterflosse sind weit nach hinten verlagert und ermöglichen dadurch blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver. Die Färbung variiert nach dem Lebensraum - der Rücken ist meist grün-bräunlich, die Färbung wird bis zum weißen Bauch immer heller. Die Durchschnittsgrößen liegen bei 50 bis 100 cm. Er bevorzugt Schilfränder und ähnliche Deckungsmöglichkeiten. Hechte fressen Fische aller Arten und scheuen dabei auch nicht vor ihren eigenen Artgenossen zurück. Frösche, Vögel und kleine Säugetiere gehören ebenfalls zu ihrem Beutespektrum. Der Hecht steht dabei in dem Ruf, ein sehr aggressiver Raubfisch zu sein.

Zander (Sander lucioperca)

Er gehört zur Familie der Barsche. Er ist der größte im Süßwasser lebende Barschartige Europas.
Der Zander hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenflosse ist, wie für Barschartige typisch, unterteilt in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen völlig abgesetzten hinteren Teil mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist zugespitzt, das Maul tief gespalten.
Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt. Er lebt in tieferen Wassern und wächst sehr schnell. Die mittlere Länge beträgt 40 - 50 Zentimeter.
Er ernährt sich vorzugsweise von kleinen Fischen.

Hering (Clupea harengus)

Der Hering hat einen langgestreckten Körper und wird zwischen 18-36 cm lang. Der Rücken leuchtet in allen Farben von gelbgrün über blauschwarz bis blaugrün mit einem dezenten Purpurschimmer. Die kurze Rücken- und die tief gegabelte Schwanzflosse erscheinen vollständig dunkel gefärbt. Der Bauch ist weiß, die Flanken glänzen silbrig - auch daher der Name "Silber der Meere". Sie leben tagsüber meist in Bodennähe und steigen nachts in die oberflächennahen Schichten auf. Die Hauptnahrung dieses Meeresfisches sind Planktontiere, Leuchtgarnelen, Flügelschnecken und Fischlarven.

Hornhecht (Belone belone)

Der Hornhecht erreicht eine Länge von bis zu 80 cm und ein Gewicht von etwa 300 bis 400 Gramm. Der Hornhecht hat einen schlanken pfeilförmigen Körper, er hat eine weit hinten liegende Rücken- und Afterflosse und die Schwanzflosse ist tief gegabelt. Der Rücken des Hornhechts ist leuchtend grünlich-blau und der Bauch ist silbrig gefärbt. Den Namen hat der Hornhecht durch sein langes, schnabelförmiges Maul bekommen das gespickt ist mit mehreren Reihen von scharfen kleinen Zähnen. Ungewöhnlichstes Merkmal sind aber die grünlichen Gräten die sich kontrastreich von dem hellen weißen Fleisch des Fisches abheben.
Hauptbeute der aktiven Jäger sind Sandaale, kleine Heringe oder andere kleine, junge Fische die sie dicht unter der Oberfläche erbeuten können.

  Ein Gemeinschaftsprojekt von WWF Deutschland, Landesanglerverband, Landeskanuverband, Landesruderverband, Landesseglerverband, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg Vorpommern.   Dieses Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).